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RoboJig


Das Ziel von RoboJig ist die Entwicklung eines sicheren und schonenden, minimal-invasiven Systems für Cochlea Implantat (CI)-Operationen. Das System wird aktuell von mehreren Projektpartner entwickelt und vom BMBF gefördert.

Das System RoboJig

Die Behandlung von schweren bis kompletten Hörverlusten ist mittels Cochlea-Implantaten (CI), unter Anwendung elektrischer Stimulation der Gehörschnecke, erfolgreich möglich. Bei diesem Eingriff handelt es sich bis dato um eine komplizierte und zeitaufwendige Prozedur, die nicht minimalinvasiv durchgeführt werden kann. Durch den Einsatz patientenindividueller Bohrschablonen (engl. Jig), wird es durch RoboJig ermöglicht, Operationen zu vereinfachen, präziser und somit auch weniger belastend für den Patienten zu gestalten.

Grundlage hierfür ist eine patientenindividuelle Bohrschablone, die computergestützt anhand einer Planungssoftware erstellt wird. Durch die Kombination von Software, Bohrschablone und Bohrer, wird die präzise Bohrung eines Ø 1.8 mm Kanals ermöglicht, was im direkten Vergleich zu bestehenden Ansätzen die Wundheilung des Patienten und somit die schnellere Genesung begünstigt. Durch die Verwendung eines speziellen Insertionswerkzeugs wird die Elektrode durch die Bohrung in die Gehörschnecke eingeführt. Während der Operation verhindert der Einsatz der steril gefertigten Bohrschablonen ein Abweichen vom Bohrpfad durch einen linearen Vorschub (siehe Abbildung rechts). Dies führt dazu, dass kritische Strukturen optimal geschützt bleiben und ein atraumatischerer Eingriff durchgeführt werden kann.

Die nachfolgende Abbildung zeigt die Anwendung des RoboJig Systems in sechs Einzelschritten.

Abbildungsnachweise

  • 3D Renderings der Bohrführung RoboJig: Marcel Kluge, Mathäus Winkler (MHH, AG Rau).
  • Insertionstool: Thomas Rau (MHH, AG Rau).
  • LASER(-Handstück)/Endoskop: A.R.C. LASER GmbH und Polydiagnost GmbH.
  • 3D-Patientenkopf mit RoboJig: Samuel Müller (LUH:imes) und Marcel Kluge (MHH, AG Rau)
  • Implantat: Mit freundlicher Genehmigung der Fa MED-EL GmbH.
  • Hexapod: Marcel Kluge, Jakob Lexow (MHH, AG Rau).

Projektpartner

Das Projekt RoboJig läuft unter dem BMBF Förderkennzeichen 13GW0019A (2014-2018)

  • HörSys GmbH, Hannover, Kontakt Samuel John.
  • Medizinische Hochschule Hannover cas:hno.
  • Leibniz Universität Hannover - Institut für Mechatronische Systeme (IMS).
  • MED-EL Deutschland GmbH.
  • A.R.C Laser GmbH, Nürnberg.
  • Fiagon GmbH, Hennigsdorf.